Steams neue Anti-Spam Methode für WoW?

Jeder der sich im Internet bewegt kommt früher oder später mit ungeliebter Werbung, sogenanntem Spam in Berührung. Auch WoW Spieler werden von diesen Spamern mit vielen unterschiedlichen teilweise sogar sehr kreativen Methoden belästigt.

Gold Spam mit Level 1 Chars (GeekTour.de)

Gold Spam mit Level 1 Chars (GeekTour.de)

Eine dieser kreativen Methoden war der „Dead Body Spam“ bei dem viele Level 1 Charaktere per Teleport-Hack an eine bestimmte Position gebracht wurden und im Gesamtbild einen Schriftzug, meist eine URL, darstellten. Diese Spam Methode wurde von den Spielern gesehn, belächelt und vergessen.
Andere Methoden sind jedoch lästiger und können zu Sicherheitsproblemen führen. Bekommt man Gruppeneinladungen von Spielern, die man nicht kennt, sollte man stutzig werden! Erst recht wenn man auf einmal Freundesanfragen über das Battlnet bekommt. Diese „Bots“ haben nicht vor mit euch zu Spielen, sondern wollen meist an das Gold eures Accounts bzw. den Account zum Spammen missbrauchen. Und damit wären wir bei der wohl bekanntesten und nervigsten Form des Spams, der Handelschannel.

Handelchat Spam

Handelchat Spam

War der Spam im Handelschannel meist nur auf Gold beschränkt und englisch und chinesisch verfasst, haben sich die Spammer weiterentwickelt. Heute gibt es Mounts, Level-Service, jegliche PvP-Servies und natürlich CM-Goldruns und Lootruns. Das diese ganzen Geschichten von Blizzard nicht gern gesehen werden ist klar, viel störender ist jedoch der Umfang. Man logt sich ein, sieht 3-4 normale Beiträge und Zack sieht man den ersten Spamer.
Blizzards Meinung dazu kennen wir: Rechtsklick und als Spam markieren.
Das dieses System ein Witz ist weiß vermutlich auch Blizzard. In folgendem Bild wurde versucht, den Spammer zu melden. Eigentlich sollte dort „Spieler melden“ stehen, tolles System.

spieler melden spam

Aber Blizzard steht nicht alleine vor diesem Problem auch Valve mit seiner Plattform Steam kann seine Nutzer nur unzureichend vor dubiosen Spammern schützen. Hier erhält man Freundschaftsanfragen zum Handeln, meist mit Links zu vermeintlichen Bildern der zu handelnden Gegenstände, die bei einem Klick vermutlich nichts Gutes für den Steam Account bedeuten.
Valve hat nun Maßnahmen ergriffen, um den Spammern das Leben schwerer zu machen. Für alle Steam Accounts gilt nun eine Umsatzgrenze von 5 Dollar bzw. Euros. Alle Accounts, die keinen Umsatz durch Spielekäufe oder sonstige Dienstleistungen generiert haben, gelten aus sich von Valve als nicht vertrauenswürdig und besitzen nur noch einen eingeschränkten Funktionsumfang auf Steam:

Die Spammer müssen also erst einmal 5 Euro investieren, bevor sie Steam Nutzer belästigen können. Dies dürfte kein sehr ertragreiches Geschäft sein. Die Spammer werden natürlich versuchen neue Wege zu finden und vermutlich auch finden jedoch versucht Steam das Spam Problem hier eindeutig näher an der Wurzel zu packen, als es Blizzard tut.

Auch bei WoW könnte man versuchen, neue Accounts zu limitieren. Oft genug handelt es sich bei den Spammern um Level 1 Charaktere. Ein Level 1 Charakter, der nicht im Handelchannel posten kann? Sehr tragisch. Sollte es wirklich Spieler geben die Hilfe brauchen gibt es Freunde, Foren etc.. Hat der Charakter dann z.B. Level 20 erreicht, könnte diese Einschränkung aufgehoben werden.
Man könnte dies sogar an Erfolge koppeln. Hat ein Account nur 200 Erfolgspunkte, wurde er vermutlich nicht länger als 2 Stunden gespielt. Braucht dieser Account wirklich Zugang zum Handelchannel?

Blizzard stehen viele Daten zur Verfügung und Möglichkeiten gäbe es vermutlich auch genug. Leider wird dieses Problem seit Jahren viel zu stiefmütterlich behandelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.