Schlacht um Orgrimmar und der Ruf nach härterem Content

Spätesten im Handelschannel kocht früher oder später in regelmäßigen Abständen die Diskussionen auf wie einfach WoW doch geworden ist. Da kann man dann lesen wie schwierig die 40 Mann Raids waren oder wie Anspruchsvoll die BC-Hero Instanzen waren.
Blizzard hat seit Klassik vieles unternommen um den Content allen Spielern zugänglich zu machen. 40 Mann Raids wurden zu 10er und 25er Raids umgewandelt. Die 5er Heros wurden deutlich entschärft. Ob heutige 5er Heros überhaupt noch so genannt werden sollten darf zu Recht in Frage gestellt werden. Nichts desto trotz hat Blizzard den Schwierigkeitsgrad nicht runter gefahren weil sie gerade mal dazu lust hatten sondern einem klaren Konzept gefolgt sind und dieses heißt: bediene die Zielgruppe. Und die Zielgruppe von WoW sind nicht die Hardcore Raider die 2 Wochen Urlaub nehmen umd 24/7 Progress zu fahren, sondern die Casuals die im Feierabend entspannt eine runde Monster schlachten wollen. Diese Annahme kommt nicht von irgend wo, sondern kann mit Zahlen belegt werden.
Die Jungs von MMO-Champion haben die Daten des Arsenal genauer untersucht und dabei ein paar interessante Informationen zu Tage gefördert. Wieviel Spieler haben denn Immerseus Heroisch gelegt? Gerade mal 10%. Wieviel Spieler haben Immerseus im LFR gelegt? Ganze 71%. Dies zeigt eindeutig, dass die Spieler Raiden möchten, immerhin 70%. Aber eben nicht durch organisiert mit einer festen Gruppe an min. 2 Raidtagen die Woche sondern genau dann wann sie dazu lust haben.
Mit dem Flex-System wurde eine Brücke von LFR zu Normal geschlagen. Das System ist auch relativ Erfolgreich. Immerhin 41% der Spieler haben Immerseus im Flex besiegt. Jedoch klafft dort eine Lücke von 30%. Mit zunehmenden Schwierigkeitsgrad und Organisationsaufwand schrumpfen die Zahlen weiter.

Immersus – Schlacht um Orgrimmar

  • LFR : 71,1%
  • Flex: 41,5%
  • Normal: 26,1%
  • Hero: 9,9%

Wenn Blizzard Entwicklungszeit statt in knackige Heros in ein besseres Spielvergnügen für Casuals steckt, dann ist dies nicht nur eine Entscheidung aus Leidenschaft sondern eine Entscheidung aus wirtschaftlicher Sicht mit dem Ziel die größte Zielgruppe zu bedienen. Mit dem neuen Schwierigkeitsgrad Mythic (20er) wird es erstmals eine fixe Gruppengröße für Hero Raids geben. Die LFRs, Flex und Normal Raids wurden allesamt flexibel gestaltet und kommen so den Gilden bei der organisation von Raids weiter entgegen.

Schaut man sich in der MMO-Landschaft ein wenig um, dann sieht man wenige wirklich schwierige MMOs. Wildstar schickt sich an diese Lücke zu füllen mit einer klaren Ansage: wem die Raids zu schwer sind kann Questen. Es bleibt für die Entwickler von Wildstar zu hoffen, dass diese Ausrichtung auch genügend Abonnenten begeistern kann, um das Spiel langfristig betreiben zu können. Was dafür sprechen könnte ist die Dauertalfahrt der WoW-Abonennten, nicht wenige Spieler behaupten dies liege am Schwierigkeitsgrad.

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