Ist World of Warcraft bald am Ende?

Schaut man sich die letzten Zahlen von World of Warcraft an könnte man es mit der Angst bekommen. Im März waren die Spielerzahlen schon auf 7,7 Millionen weltweit gesunken. Doch damit nicht genug im Juni gab es die nächste Hiobsbotschaft mit nur noch 6,8 Millionen aktiven Spielern. Zwar sind die Verluste hauptsächlich im östlichen Raum wie China, Taiwan und Süd Korea zu verzeichnen. Nichtsdestotrotz scheint das Ende von World of Warcraft wie wir es bisher kennen immer schneller in greifbare Nähe zu rücken. Um sich das etwas deutlicher vor Augen zu führen: innerhalb von 3 Monaten hat World of Warcraft 12% seiner aktiven Kunden verloren! Das man mit World of Warcraft nocht Geld verdienen kann ist unbestritten und zeigt auch die folgende Grafik.

revenues-world-of-warcraft

Im Jahr 2013 konnten innerhalb des gleichen Zeitraums rund 38 Millionen Dollar mehr erwirtschaftet werden. Solltet sich dieser Trend fortsetzen wird sich wohl etwas am Spiel ändern müssen. Hier könnte es passieren das die Aktionäre mit den Entwicklungen nicht zufrieden sind und ala Ubisoft und EA auf stärkere Monetarisierungsmaßnahmen wie F2P, SeasonPass und sonstiges Grauen drängen. Denkbar wäre der Wechsel von der Abo-Variante auf das Free2Play Model, was die meisten Spieler zu recht verabscheuen. Im schlimmsten Fall kann man sich dann die Ausrüstung für Euros kaufen, was vermutlich der Todesstoß wäre.

Viel wichtiger ist es jedoch zu Fragen warum ist das so? Eindeutig der Mangel an frischen Inhalten. Es ist einfach nicht fair den Spielern 13 Euro im Monat abzuverlangen und sie dann mit einem Raid (Schlacht um Orgrimmar) ein gefühltes Jahr verschimmeln zu lassen. DAS GEHT DOCH NICHT!

In den nächsten Monaten dürften sich die Abo-Zahlen dank des neuen Addons stabilisieren und vermutlich wieder etwas anziehen. Sollte Blizzard es jedoch wieder nicht schaffen etwas kreativer zu sein und schneller Inhalte zu liefern dürfte der negativ Trend wohl nicht aufzuhalten sein.

Eine weitere negative Entwicklung, die sich im Moment aufgrund der sinkenden Spielerzahlen abbildet, ist die Realm-Zusammenlegung.
server-verknüpfung-wow

Das diese Zusammenlegungen richtig waren dürfte wohl keiner bestreiten. WoW ist ein Gemeinschaftsspiel. Aber was bitte ist das für ein Chaos? Da werden 5 Server Zusammengelegt. Wer soll denn da noch wissen wer mit wem zusammenspielen kann oder nicht. Hier ein Beispiel einer Serverzusammenlegung von 5 Servern.

  • Wrathbringer
  • Arthas
  • Vek’lor
  • Blutkessel
  • Kel’Thuzad

Hier muss Blizzard defintiv durchgreifen und klar Stellung beziehen. Die Server sind zu klein und es macht keinen Sinn, sowohl wirtschaftlich als auch vom Spielgenuss her, diese Server bestehen zu lassen. Klar für die Spieler ist es angenehm die Servernamen beizubehalten. Früher oder Später führt das jedoch ins Chaos. Es wird nicht bei 5 Server bleiben, dieser Trend wird sich vermutlich fortsetzen. Dann haben wir bald 10 Server Namen obwohl es eigentlich nur ein Server ist. Das ist schlechte Planung und Blizzard muss hier einfach klar Stellung beziehn, auch wen das Gejammer in den Foren groß sein wird.
Ich würde den Server-Namen, der alle 5 vereint, von der Community bestimmen lassen oder einen komplett neuen Namen wählen.

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